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Schotter-Tour durch den Jura vom 28. 04. 2007 bis 29. 04. 2007

Es war Sonntagabend, kurz nach 17 Uhr, als sich in der Gartenwirtschaft des «Isebähnlis», Trimbach, die letzten sechs Teilnehmer des Warmup-Wochenendes 2007 verabschiedeten. Das heisst, der harte Kern mit Oliver, Martin und Neuling Marco genehmigte sich noch einen. Die Ostschweizer David und Andy hatten noch einen recht langen Weg zurückzulegen. Unter den Scheidenden befand sich auch der Schreibende, welcher als Neumitglied traditionsgemäss zur Berichterstattung verdonnert wurde.

Samstagmorgen an der Autobahnraststätte Gunzgen Nord: 18 Afis und ein Bayer standen mehr oder weniger gesittet auf dem Rastplatz nahe dem Restaurant. Das diesjährige Warmup begann mit einem Fahrtraining in einer Kiesgrube im Raum Oensingen. Dank Wales Vitamin B konnten wir diese bis nach dem Mittag benutzen, was gar nicht selbstverständlich ist. Wir, das waren 17 Fahrer und die unverwüstliche Gaby als einzige Frau, wurden je nach Können und Ambitionen in 3 Gruppen eingeteilt , welche von den Jüstrich-Twins und Fahrlehrer Wale S. geleitet wurden. Letzterer nahm sich den Anfängern an. Einfühlsam führte er uns in die Geheimnisse des Schotterfahrens ein. Es galt, verschiedene Unterlagen wie Kies, Sand, grobes und lockeres Gestein zu erleben. Davor machten wir noch einige Bremsübungen auf dem losen Untergrund. Weil Petrus auch ein Afi-Fan ist, liess er es am Vorabend noch etwas regnen, so dass sich die Staubwolken in Grenzen hielten. Dafür gab's einige Dreckpfützen, welche unbedingt durchfahren werden mussten. Grossen Anklang fand der Rundkurs, welcher von den Routiniers rege genutzt wurde und sich manch einer als wahrer Meister herauskristallisierte. Uns Anfängern wurde noch ein weiteres prägendes Erlebnis vermittelt: Eine Baggerraupenspur führte fast senkrecht auf einen Humushügel. Bei genügend Fahrt hob man oben ab, was aber nur bei Wale gut aussah. Das Hinunterfahren verlangte anfänglich etwas Überwindung. Mit den Wiederholungen wurden wir immer mutiger. Wale brach ab, bevor der Übermut einsetzte. Nachdem Mann/Frau und Maschine eine ordentliche Portion Kiesgrubenmaterial abbekommen haben, verschoben wir uns zum Stammlokal auf den Roggen zum Mittagessen. Mit aufgefrischten Kenntnissen für steiniges Terrain begann am Nachmittag die eigentliche Schottertour. Auf verschlungenen, mit grossen Steinen, Ästen und Schlaglöchern gespickten Waldpfaden quälten wir unsere Afis Richtung Moutier. Für Gabys Töff waren die Torturen einmal mehr zu viel. Der Regler brachte die Batterie fast zum Gühen, oder so. Auf jeden Fall musste sie in Moutier den Zug nehmen. Böse Zungen munkelten, dass sie wohl demnächst die Mitgliedschaft beim TCS verlieren werde... Auf Zickzackwegen, welche auch noch die kurze Besichtigung eines Holzschlagplatzes (Sackgasse) beinhalteten erreichten wir zum späten Zvieri das Althüsli. Röbu, welcher als einziger mit Sozia fuhr (sie verheimlichte tapfer ihre Rückenschmerzen) bestellte sich eine Meringue. Er tat sich sehr lange gütlich daran und war bis am Schluss nicht sicher, ob es sich bei der weissen Masse tatsächlich um echten Schlagrahm handelte. (Rasierschaum sieht ähnlich aus.) Auf direktem Weg erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang unsere Unterkunft auf 1300 m, den Untergrenchenberg. Inzwischen hatte unsere Gruppe vier Abgänge zu verzeichnen. Dafür gesellte sich noch Kassierin Brigitte zu uns, allerdings nur fürs Nachtessen. Wenn sie gewusst hätte, dass ihr die schnarchärmste Nacht seit langem bevorstand, wäre sie vielleicht geblieben. Wir erfreuten uns also an einem währschaften Znacht mit Bratwurst oder Steak. Oliver und vor allem Martin genossen nicht nur das Fleisch, sondern auch die junge, noch nicht sehr erfahrene Serviertochter, welche sich bestimmt noch lange an die beiden Herren errinnern wird.

Mehr oder weniger ausgeschlafen, dafür mit schmerzenden Gliedern, sattelten wir um 9.30 Uhr unsere Pferde und starteten zu einer ausgedehnten Rundfahrt. Wale führte uns zuerst über eine nach eigener Aussage humane Schotterstrecke, na ja... Doch bald schnurrten die Motoren über breite Strassen mit weiten Kurven bis nach Frankreich und wieder zurück. Der schwache Verkehr am Sonntagmorgen liess eine zügige Fahrweise zu, was in den hinteren Regionen der Kolonne zwangsläufig eine noch flottere Fahrweise erforderte, um die immer grösser werdenden Lücken zu verringern. Auch wenn hier der Gruppenzwang sehr deutlich zu spüren ist, liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, wie weit er sein Fahrkönnen ausreizen möchte. Denn auch hier gilt: am Limit lenkt der Zufall. Während ich also krampfhaft versuchte, dem Gruppenzwang auszuweichen, erinnerte ich mich an die Club-Statuten, worin nur steht, dass man eine Africa Twin besitzen, nicht aber dass man damit auch noch fahren können muss! Nun, irgendwie erreichten wir via Neuenburg das jurassische Soubey, wo wir im motorradfreundlichen Restaurant du Relais du Doubs zum letzten Mal gemeinsam etwas assen. Nach dem Kaffe hatten einige plötzlich Stalldrang. Die Wege trennten sich und die Gruppe dezimierte sich weiter. Ich war einer der glo(o)rreichen Sieben, welche sich Richtung Delémont aufmachte. Bei einem Tankstopp verabschiedeten wir uns noch von René und fuhren dann weiter über den Schelten (dem einzigen Pass in den zwei Tagen) nach Trimbach. Fazit: Es ist ein geiles Gefühl, beim Africa-Twin-Club dabei zu sein. Danggschön Wale, ich komme wieder! Heimwehbebbi

Mit dabei waren:
Martin, Heimwehbebbi, Präsi, Röbu, Thomas, Gaby, Lenherr Andy, Rainer, W.Ju-, bikerrohrbi, ösi, david, Rolf, q-si, Marco, rene, Oliver,

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