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Auffahrts-Ausfahrt nach Südfrankreich vom 21. 05. 1998 bis 24. 05. 1998

Für mich war dies die erste Ausfahrt mit dem Club, und ich war schon sehr gespannt als ich am Donnerstagmorgen in Richtung La Gruyère fuhr. Ab Bern waren schon ein paar Afi´s vor mir und ich schloss mich denen einfach an. Nach Auftanken, Begrüssung und kleiner Stärkung ging es um 09.40h endlich los. 20 Afi´s mit fünf Sozias machten sich auf den Weg gen Süden. Über die Autobahn in Richtung Genf, Lyon, Valence bis zur Ausfahrt Bollène ging es recht zügig voran, kleine Stops gab es nur nach den Mautstellen, um dem Sitzfleisch etwas Erholung zu gönnen. Ein Tankstop war notwendig, nicht nur für die Afi´s, auch wir brauchten eine Stärkung. Vor allem merkten wir das es Richtung Süden ging, die dicken Pullis die am Morgen noch notwendig waren verschwanden ganz schnell im Gepäck mit der Hoffnung das wir Sie in den nächsten 4 Tagen nicht mehr benötigen werden. An der Ausfahrt gesellte sich noch Jörg zu uns, er hatte wohl am Morgen keine Lust so früh aufzustehen (scheint bei Ihm öfter vorzukommen, was sich bei der Ausfahrt bestätigte). Nun waren wir 21 Afi´s und freuten uns schon auf den Apéro bei Franz. Auf der Landstrasse ging es über Pont St. Esprit, Bagnols, Alès nach Anduze. Kurz vor Alès verloren wir unseren letzten Teil irgendwo und warteten circa zehn Minuten. Nachdem niemand kam fuhr László zurück um den Rest zu suchen, nach zwanzig Minuten waren wir wieder komplett und dem Apéro stand nichts mehr im Wege.
An der Domaine de Malérargues angekommen fühlten wir uns so richtig wie im Urlaub, Franz hatte für alles gesorgt, Kühles für die Kehle, tolles zum Knabbern und ein Pool zum Erfrischen war auch da. Es verging keine Minute und Conny war schon im Wasser, ein paar machten es Ihr nach. Die meisten jedoch hatten die Badehose(-anzug) ganz unten im Gepäck. Naja, auf alle Fälle haben es alle sehr genossen und es war auch endlich Zeit da um sich kennenzulernen denn wie sich herausstellte war es für ein paar andere auch erst die zweite oder dritte Ausfahrt. An dieser Stelle möchte ich Franz nochmals danken für den tollen Apéro, ich glaube jeder hat ihn genossen und so manch einer wäre sicher gerne länger geblieben.
Ab hier waren wir nun vollständig, denn Franz begleitete uns für die nächsten zwei Tage. Zu unserem Hotel in St. Jean-du-Gard ging es noch eine kleine kurvige Strasse die uns einen Vorgeschmack lieferte wie die Strassen in den nächsten Tagen sein würden (eng, kurvig und ab und zu noch mit Splitt versehen). Kaum am Hotel angekommen fing es an zu Regnen (irgendwie hatten wir den richtigen Absprung bei Franz gefunden). Nachdem unsere Afi´s versorgt waren, wir unsere Zimmer in dem verwinkelten Hotel bezogen hatten und endlich unter die Dusche konnten ging es zum gemütlichen Teil des Tages über. Beim Essen hatten wir etwas Mühe mit den Spezialitäten der Region doch zum Glück gab es mehrere Gänge somit war für jeden etwas dabei. Zum Café gab es noch eine besondere Einlage (fliegende Zuckerwürfel, sicher auch eine Spezialität der Region oder Chrige?). Noch ein kurzer Aufenthalt an der Bar und anschliessend gingen alle recht schnell schlafen.
Am nächsten Morgen war um 09.00h Abfahrt, es ging gleich los mit den kurvigen Strassen und jeder hatte sichtlich Freude am Fahren. Über den Col de la Baraques ging es in Richtung Génolhac durch die Hügel wo gerade der Ginster blühte. Der Duft begleitete uns den ganzen Tag, da konnte man schon alles um einen herum vergessen. Andere Fahrzeuge kamen uns sehr selten in die Quere und wenn, machten sie meistens freiwillig Platz, denn 22 Afi´s auf einmal, das erregt schon Aufsehen.
Da die Gegend so schön war wurde einstimmig beschlossen, Mittags ein Picknick zu machen, doch auf einmal war weit und breit kein Supermarkt zu finden. Es ging in ein kleines Restaurant, wo viele einen Sandwich gegessen haben und dann die allgemeine Müdigkeit aufkam. László hatte kein Erbarmen mit uns, es ging weiter die schönen kurvigen Strassen entlang in Richtung Aubenas. Beim Einfahren in den grossen Parkplatz schlug Peter den Lenker anscheinend zu stark ein, auf alle Fälle kam seine Afi in bedrohliche Schräglage. Alles kein Problem der Rest der Truppe war sofort zur Stelle um Schlimmeres zu verhindern. László und Conny fuhren los um das Hotel zu suchen, währenddessen hatte wir Pause. Wieder zurück am Parkplatz ging es noch zum Tanken und dann ab ins Hotel, irgendwie hatten wir Probleme in der Gruppe durch die Stadt zu fahren, auf einmal wurden wir getrennt.
László hatte nach dem Tanken beim Anfahren am Berg etwas Mühe und seine Afi ging zu Boden (Conny machte einen galanten Absprung). Röbu war gleich zur Stelle und half Ihm wieder auf, in der Annahme das László seine Afi nun unter Kontrolle hat lies er Sie los. Das dies ein Irrtum war merkte er schnell, denn László lag noch ein zweites Mal am Boden, dieses mal war es die andere Seite. Man muss es Ihm lassen, was er anpackt macht er richtig!!!
Während die eine Gruppe schon im Hotel war genoss die andere noch ein Bier im Café, in der Hoffnung das der Rest der Truppe sicher bald kommen würde, denn wir wussten nicht einmal den Namen des Hotels. Nach dem zweiten Bier kamen Sie uns holen und nun durften auch wir ins Hotel zum Duschen und dann ging es zum Essen, das dieses Mal phantastisch war. Tommy bestellt ein „petite bière“ und was dann kam, da verschlug es sogar Ihm die Sprache, ein Bier im 0,1l Glas. Das war selbst Tommy zu klein, doch tapfer trank er es aus und bestellt sich dann aber ein normales Bier. Nach dem Essen zog es noch einige in die Bar, der grosse Rest ging jedoch ins Bett denn der nächste Morgen war nicht mehr allzu weit.
Um 09.00h war wieder Start, Rolf und Nicole wollten diesen Tag ruhiger angehen lassen und fuhren auf eigene Faust los. László führte uns wieder über verschiedene Pässe (Col de la Meyrand, Col de la Chavade, Col de la Fayolle...), tolle kleine kurvenreiche Strassen wo jeder so richtig nach Lust und Laune fahren konnte. Vorsicht war allerdings ab und zu in den Kurven geboten, denn mit Rollsplitt sparten die Franzosen nicht. Das musste auch Peter einsehen, nachdem er mit seiner Afi die ersten Flugübungen hinter sich hatte fuhr er sehr gesittet weiter. Kurz vor dem Mittag fuhren wir noch eine Feldweg hinunter, somit war auch eine kleine Strecke nicht befestigter Strasse bei der Tour dabei. Als wir ins nächste Restaurant einkehrten stellte sich dieses nur als Café heraus wo es nichts zu essen gab. Also bekamen wir dort wenigstens die Getränke. Rolf ging in die Pizzeria gegenüber und managte es das wir zwar nicht mit Pizzen (die gab es nur am Abend) jedoch mit Salat und Aufschnitt versorgt wurden, so das wir uns hier wieder Stärken konnten. Der Nachmittag zog sich sehr lange hin, es waren wieder tolle Strassen doch so langsam spürte jeder sein Hinterteil und man rutschte immer mehr auf der Sitzbank hin und her und die Strecken, wo stehend gefahren wurde, sind immer häufiger und länger geworden. Am Hotel in Annonay angekommen gab es mit den Zimmern am Anfang Probleme, dies war dank Bruno doch schnell geklärt und man traf sich zum Apéro und anschliessend wieder einem sehr gutem Essen. Little Buddah, einer unserer Schlusslichter reiste heute noch zurück.
Nach einer kurzen Billiardeinlage von Chrige/Dani und Peter/Peter und mehreren Witzen gingen ein paar noch in die Disco, die gleich nebenan war. Andy unser „ältester“ zeigte uns was so ein richtiger Disco-King ist, er tanzte wie ein wilder. Alle hatten noch viel Spass und ich glaube in dieser Nacht nicht allzuviel Schlaf.
Am nächsten Morgen waren wir auch bei der Abfahrt zwei weniger, Jörg und der „einarmige Pisser“ hatten anscheinend grosse Mühe mit Aufstehen und entschieden sich dafür erst später in Richtung Heimat zu fahren. Franz verabschiedete sich hier und fuhr wieder in die südliche Richtung. Reduziert auf 18 Afi´s traten wir die letzte Etappe unserer Ausfahrt an. Für Dani war heute ein grosser Tag: er durfte mit Chrige´s Afi nach Hause fahren --> ein ganz neues Fahrgefühl. 100ccm machen schon einiges aus, oder Dani?
Ein kurzes Stück ging es noch auf der Landstrasse und dann sind wir auf die Autobahn gefahren. Nach der letzten Mautstelle gab es noch einen kleinen Stop, wo Berna uns verliess. Sie wollte Ihr eigenes Tempo fahren, schade!!
An der Ausfahrt Pont-d´Ain verliessen wir die Autobahn und es ging über die Landstrasse in Richtung franz. Jura, wir merkten auch das wir der Heimat näher kamen, denn bald mussten wir die Pullover wieder anziehen. Auf einem kleinen Pass hatten wir sogar noch vereinzelte Schneefelder und bei einem Stop konnten es Andy, Rolf und Markus nicht lassen, sie mussten einen kleinen Abstecher ins Gelände machen, was allerdings für Markus nicht so gut war. Nach einem Sturz kam er mit kaputter Verschalung und lädiertem Sprunggelenk wieder auf die Strasse zurück. Aber einen richtigen Afi-Fahrer bringen solche Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe. Zum Schluss waren wir noch gemeinsam Mittagessen (Ruedi zog es nach Hause und er verzichtete aufs Essen) und dann trennten sich die Wege. Die einen fuhren Richtung Bern der Rest fuhr bis Biel zusammen und anschliessend verteilte sich der grosse Teil und ich glaube es waren alle froh wieder zu Hause zu sein, denn der Heimweg zog sich noch ganz schön hin.
Ich möchte an dieser Stelle noch ein Dankeschön an László und Conny richten für die wirklich super organisierte Tour und die tollen Strecken die ausgewählt wurden, ich glaube wir alle haben die Ausfahrt sehr genossen. Auch noch ein grosses Merci an Bruno und Rolf die am Schluss der Truppe immer nach dem rechten gesehen haben, hoffentlich konntet Ihr die Tour genauso geniessen wie wir. Für mich war es auch ein ganz neues Gefühl in so einer grossen Truppe mitzufahren, doch ich muss sagen ich habe sehr viel Spass gehabt und freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten die ich mitmachen kann.
Nicole Fickenscher



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