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4. Int. Africatwin-Treffen vom 14. 08. 1998 bis 16. 08. 1998

Die Sonne scheint, kein Wölkchen trübt den Himmel, das Wasser des Baggersees (?) ist fast schon zu warm, um eine Abkühlung zu bewirken. Da trifft mich eine unerwartete Neuigkeit: Isa oder Chrige, ich weiss nicht mehr genau, wer mich über die Pflicht des Neuen informierte: 'Bericht schreiben!'.
Schauen wir also ein paar hundert Kilometer und Stunden zurück:
Es ist Freitag, 14. August 1998, 1500 Uhr, und ich bin einsam vor dem Zollamt St. Margrethen. Da kommt schon eine Twin, als ich mich gerade frage, ob ich mich im Datum geirrt habe. Etwas später trifft auch Dirk ein. Da er noch ein Hüngerchen verspürt, zieht es ihn direkt zum Futterstand. Raffi und ich trinken noch etwas, als Bruno und Chrige mit Gefolge eintreffen. Auch hier will die Pilotin/der Pilot verpflegt sein. Ich nehme zufrieden zur Kenntnis, dass es hier nicht um Minuten geht. So gefällt es mir.
Da wir nun alle frisch gestärkt sind, geht es los. Zügig zu fahrende Landstrassen bringen uns dem Ort Kreuzstrasse schnell näher. Ohne Panne oder andere Zwischenfälle erreichen wir unser Fahrziel. Nach der ersten Begrüssung und einem Obolus von DM 20.-- - wofür dieser war, entzieht sich meiner Kenntnis noch heute - rinnt die erste kühle Brause die Kehle runter. Das Zelt will aber auch noch aufgestellt werden. Platz ist zu diesem Zeitpunkt noch reichlich vorhanden. Trotzdem stelle ich mein Zelt neben meiner treuen Weggefährtin auf, was sich noch als hilfreich erweisen sollte. Nun kann es losgehen; das Bier lockt und alte Bekannte sieht man unverhofft auch wieder, so z.B. Mike. Das letzte Mal war es in Tunesien. Die ausgestellten Twins werden auch noch kurz begutachtet, dann ist der Hunger doch stärker. Der Biergarten lockt mit dem Grill und anderen Goodies aus der Küche. Der Abend schreitet so langsam dahin, das Bier fliesst in Massen und es treffen immer mehr Teilnehmende ein. Plötzlich wird es am Schweizer Tisch unruhig: War das nicht eben die Twin von Cello? Es ist so: Die zweite Welle der Eidgenossen trifft ein. Nachdem auch die Spätankömmlinge ihr Nachtlager aufgeschlagen haben, trifft man sich zum gemütlichen Bier. Noch relativ früh (?) ruft mein Zelt, als die anderen noch fleissig am Festen sind. Man hört ein ganz bestimmtes Lachen noch bis in die frühen Morgenstunden.
Am nächsten Morgen konnte das Lachen, wie kann es auch anders sein, einem Schweizer zugeordnet werden. Leider ist mir der Name entfallen, der Betreffende möge es mir verzeihen. Ich habe ein schlechtes Namensgedächtnis. Das Wetter ist wunderbar. Eine Road-Book-Tour startet bald. Die einen, darunter auch ich, möchten den nahegelegenen See aufsuchen und sich dem süssen Nichtstun hingeben. Die anderen wollen sich an der Tour in grosser Hitze erlaben. So ist es recht, jeder, wie er will. Am späten Nachmittag siegen der Durst und der Hunger, so dass wir den schönen, kleinen See verlassen und uns auf den Heimweg machen. Ich bin ganz erstaunt, als wir nach wenigen Kilometern zurück sind. Auf der Hinfahrt benötigten wir immerhin so an die dreissig Kilometer. Eine kleine Tour musste schon sein, ob freiwillig oder nicht. Den See haben wir immerhin gefunden. Als wir den Zeitplatz sehen, trauen wir unseren Augen kaum. Bis auf den letzten Platz ist alles voll. Wo gestern Abend mein Moped stand, steht nun auch ein Zelt. Die kleinste Lücke wurde ausgenutzt. Das Bier ist kühl und das Fleisch frisch vom Grill. Wäre es bei der Road-Book-Tour um die Menge gesammelten Holzes und nicht um die genau gefahrenen Kilometer gegangen, hätten die Eidgenossen gewonnen.
Am Abend findet im Festzeit die Preisverleihung, wie auch die Verlosung einer dreiteiligen Verschalung statt. Das Ganze wurde durch eine gute Band, wie man mir sagt, der gleichen wie im letzten Jahr, begleitet. Die Band spielt noch bis in die späten oder frühen Stunden. Vor der Preisverleihung rief das Volk im Zelt nach 'Bifi'. Nach langem Bitten zeigt er sich und wendet sich seinem Volk zu. Eine kurze Ansprache, und 'Bifi' verzieht sich zu seinem Feuer und grillt Fleischstücke. Böse Zungen behaupten, dass das Fleisch noch vor nicht all zu langer Zeit gelebt und die Strasse zu einem ungünstigen Zeitpunkt überquert hat. Die Stimmung im Festzelt steigt von Minute zu Minute, was auch den Eidgenossen zu verdanken ist. Andi gibt noch eine Einlage als Kletteraffe, indem er die Zeltstange hochklettert. Mein Mass ist wieder voll und ich muss mich in die Horizontale begeben. Die Musik und das Lachen begleiten mich noch lange.
Die Wetterprognose von Andi stimmt, die Sonne scheint auch heute. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kleinen Wartung von Nicole's Afi geht es in Richtung Heimat. Ein Konvoi von 17 Motorrädern macht sich auf den Weg. Obschon wir im Konvoi fahren, geht es sehr zügig voran. Ich hätte dies niemals für möglich gehalten. Nach dem Tankstopp verlässt uns Heiko und fährt zurück? Vermutlich haben wir schlechtes Benzin bekommen, denn der Benzinfilter von Brunos Afi setzt sich zu. Der Übeltäter wird erst beim zweiten, respektive dritten Zwischenstopp ausgemacht. Mir ist es recht, so kann ich meiner Zigarettensucht nachgehen. Nach dem zweiten Stopp reicht es Bruno und er schickt uns ins Restaurant. Ob man einen Mc Donald als Restaurant bezeichnen kann, sei hier dahingestellt. Es ist auf jeden Fall das erste Lokal, und zwei Personen werden mit DM 20.-- satt. Von hier geht es ohne Zwischenfälle zur Schweizer Grenze und jeder fährt individuell nach Hause oder in kleinen Gruppen.
Mir hat meine erste Clubausfahrt sehr gefallen und ich freue mich auf weitere. Die anfängliche Skepsis war völlig unbegründet. Danke an alle und bis bald.
PS: Ein Zwischenfall ereignet sich noch am Samstagabend: Ein kleiner Kreis kann es nicht lassen, und erkundet die nähere Umgebung in T-Shirt, Shorts und Strandlatschen. Es kommt, wie es kommen musste: Ein Erdhügel wird in der Dunkelheit übersehen, der Abflug ist gewaltig und der Aufprall enorm. Fazit der Aktion: Schlüsselbein und Becken gebrochen. Kein Kommentar meinerseits dazu. Zum Glück tauchte der 'Club der Freund und Helfer' nicht auf!
Philipp Keller, Rüschlikon



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